Es gibt eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem, was Marketer in sozialen Medien posten und dem, was Verbraucher nach neuesten Forschungsergebnissen sehen wollen. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Sprout Social.

Die Studie basiert auf Daten aus einer im April und Mai 2018 durchgeführten Umfrage unter 1.253 Verbrauchern und 2.060 Vermarktern, die in sozialer Medien aktiv sind. So gaben Verbraucher an, dass sie Postings von Marken zu Rabattangeboten/Verkaufsaktionen (72%) und Beiträge, die neue Produkte/Dienstleistungen präsentieren (60%) bevorzugen. Im Gegensatz dazu sagen Marken, dass sie Postings bevorzugen, die erklären und fortbilden (61%) und Beiträge, die eine Geschichte erzählen (58%).

 

Verbraucher gaben auch an, dass sie am ehesten mit Postings interagieren und diese teilen, wenn sie Rabattangebote/Verkaufsaktionen enthalten.


Weitere Ergebnisse der Studie:

Verbraucher wollen Scial-Media-Inhalte, die in die Marketingkategorien Markenbekanntheit und -Beliebtheit fallen. Dagegen sind 80% der Marken hyper-fokusiert auf die Steigerung der Markenbekanntheit und vernachlässigen Inhalte, die auf die Beliebtheit einzahlen.

Die größte Herausforderung für Social Marketers ist nach wie vor der ROI. 55% der Marken geben and, dass der Social-Marketing ROI ein Problem ist. Dies macht Sinn, denn zum Einen werden mit der Fokussierung auf Markenbekanntheit nicht die richtigen Inhalte geposted und zum anderen der Social-Media ROI falsch definiert.

Beim Kundenservice verstehen sich Marken und Verbraucher. Eine große Mehrheit der Marken (88%) verstehen die bedeutung der Sozialen Medien für den Kundendienst. Fast die Hälfte der Verbraucher (45%) haben sich schon mal über die sozialen Medien für Servicefragen an Marken gewandt.

Empfehlungen durch Mitarbeiter ist das neue Influencer-Marketing. Die meisten Marken sehen den Wert von Empfehlungen durch die eigenen Mitarbeiter als kostengünstige und skalierbare Alternative zum Influencer-Marketing. 71% der Marken nutzen schon heute Mitarbeiter als Influencer, während nur 19% ein Budghet für Influencer-Marketing haben.
Dies spiegelt die Bedürfnisse der Verbraucher wider, denn 61% gaben an, dass sie eher Empfehlungen von Freunden und Bekannten folgen würden, denn von Influencern oder Celebrities.

Marketing Abteilungen sind für Social-Media unterbesetzt. Mehr als die Hälfte der Marken verfügen nicht über geeignete Tools bzw. Software, um Social Media-Marketing optimal umzusetzen. Und 65% der Marken geben an, dass sie mehr Personal für die Erstellung von Social-Media Inhalten benötigen.

Facebook dominiert weiterhin bei Social-Media Marketing. Eine satte Mehrheit von 97% der Marken nutzen hauptsächlich Facebook als Social-Media Kanal, Instagram liegt bei Marken und Verbrauchern vor Snapchat. Tatsächlich nutzen Marken zu 83% Instagram und zu 13% Snapchat, währen die Verbraucher zu 51% Instagram nutzen und zu 30% Snapchat.

Weitere Infos und die gesamte Studie finden sie bei Sprout Social.

Foto: Adobe Stock/zakokor