Frankfurt a.M. (btn/Gastbeitrag von David Neuendorf, CEO LikeYaa) – Influencer sind schon längst ein fester Bestandteil der Marketingwelt. Dass diese Produkte vorstellen oder gesponserte Beiträge auf ihren Kanälen posten ist also nichts Neues. Instagram beispielsweise veröffentlichte erst kürzlich ein Feature für sogenannte Branded Content Ads. Damit können gesponserte Beiträge als gekennzeichnete Werbeanzeigen im Feed oder in der Story geschaltet werden.

Besonders junge Menschen lassen sich dadurch effektiv über Social Media ansprechen. Langfristige, glaubwürdige Kollaborationen stärken dabei nicht nur die Authentizität des Influencers, sondern werten auch die Markenkampagne selbst auf. Dennoch stellen sich viele Unternehmen die Frage, ob sich die Kosten für die Zusammenarbeit mit den Meinungsmachern lohnen. Warum diese jedoch aktiv als Content Creator in die Umsetzung von Werbekampagnen eingebunden werden sollten, erklärt David Neuendorf, CEO der Influencer Branding Plattform LikeYaa.

Content Creation auslagern: Die Vorteile der Zusammenarbeit mit Influencern

Traditionell erstellen Content Creator werbliche und künstlerische Inhalte. Sie verfügen also über die notwendigen Tools und das fachliche Know-how, um Marketingstrategien gestalterisch umzusetzen. Influencer dagegen sind als „Self-Made-Stars“ zu verstehen. Sie vermarkten sich in den sozialen Netzwerken selbst und erlangen dadurch große Aufmerksamkeit und Reichweite. Obwohl es sich strenggenommen um zwei verschiedene Begriffe handelt, werden die beiden Bezeichnungen inzwischen oft als Synonyme verwendet. Und das zurecht: Die Grenzen zwischen Influencer und Content Creator verschwimmen immer mehr. Viele Social-Media-Sternchen haben sich mit der Zeit die Expertise angeeignet, ihre Inhalte selbst professionell zu gestalten. Genau darin liegt der Wert einer Kollaboration mit den Meinungsführern. Einerseits geben Unternehmen – wie auch für klassische Werbung – Geld aus, sparen aber an anderen Stellen Kosten ein. Denn wird die schlussendliche Umsetzung den Influencern überlassen, entfallen der Zeit- und Geldaufwand für beispielsweise den Fotografen, das Model und die Location. Bei kleineren Accounts von sogenanntem Mikro- oder gar Nano-Influencern kann es auch reichen, lediglich das Produkt als Sample zur Verfügung zu stellen – ohne weitere Bezahlung. Das Ergebnis ist darüber hinaus, anders als bei einer inszenierten Kampagne, authentisch und findet dadurch gerade bei Millenials großen Anklang. Der Mehrwert einer solchen Kollaboration gleicht die Kosten also durch Leistung und Reichweite aus.

Influencer Relations als langfristige Investition

Ziel der Kooperation mit den Meinungsführern der sozialen Netzwerke ist die Steigerung des Umsatzes und der Präsenz auf dem Markt. Allerdings sollten Unternehmen den Anstieg der Verkaufszahlen infolge einer solchen Kampagne nicht über Nacht erwarten. Die Erfolge einer Werbeaktion in Zusammenarbeit mit Influencern lassen sich meist erst nach einem längeren Zeitraum ermitteln. Oftmals werden noch ein Jahr nach einer Kampagne Verkäufe verzeichnet, die sich darauf zurückführen lassen. Kurzfristige Ziele sollten daher nicht als reine Sales, sondern als die Umsetzung authentischen Contents oder einer neuen Markenbotschaft definiert werden. Außerdem lohnt es sich, die Person hinter einem passenden Account als Brand Ambassador für einen längeren Zeitraum an Bord zu holen – sofern diese wirklich vom Produkt oder der Dienstleistung überzeugt ist. So bleibt der Markenbotschafter als Gesicht der Marke stets authentisch, denn die Follower merken, dass es sich nicht um eine einmalige Produktplatzierung gegen Bezahlung, sondern um eine Zusammenarbeit aus wirklicher Überzeugung handelt. Die Wirkung einer langfristigen Kollaboration ist die Stärkung beider Seiten: Einerseits bringt die Community dem Influencer weiterhin ihr Vertrauen entgegen, andererseits profitiert das Unternehmen von der Reichweite des Kanals. Anders als bei klassischen Marketingmaßnahmen ist das Potential, dass viele Menschen auf die Kampagne aufmerksam werden, ad hoc sehr hoch.

Von Mikro bis Makro: Welche Influencer-Kollaboration sich für Unternehmen lohnen

Sei es Sport, Veganismus oder Mode: Influencer gibt es für jedes Thema. Neben einigen großen Namen gibt es vor allem unzählige Accounts mit wenigen tausend Followern. Der Einfluss dieser sogenannten Mikro-Influencer sollte dabei nicht unterschätzt werden – im Gegenteil, denn größer ist hier nicht immer besser. Gerade kleinere, themenspezifische Nutzerkonten sind für Unternehmen interessant. In der Regel begeistern sich nicht nur der Betreiber des Accounts, sondern auch dessen Follower für das Thema. Dadurch finden vorgestellte Produkte oder Dienstleistungen besonders großen Anklang, was an den Interaktionen zwischen Influencer und Abonnenten deutlich wird. Der Einfluss eines potentiellen Brand Ambassadors sollte also nicht an der Zahl der Follower festgemacht werden. Viel aussagekräftiger ist das Community Engagement, welches bei kleinen Nutzerkonten oft wesentlich höher ist als bei solchen mit mehreren 100.000 Followern. Ein zusätzlicher Nutzen für Unternehmen ist, dass diese noch lange vom Wachstum der Mikro-Influencer, die mit der Zeit an Reichweite gewinnen, profitieren.

Fazit:

In Influencer-Marketing zu investieren hat auf lange Sicht einen deutlichen Einfluss auf die Verkaufszahlen, den Bekanntheitsgrad sowie das Image eines Unternehmens. Diese sollten daher nicht vor der Zusammenarbeit mit Meinungsführern zurückschrecken und sich gegebenenfalls durch Kooperationen mit Mikro-Influencern langsam an diese Form des Marketings herantasten. Denn anders als bei klassischer Werbung entsteht hier ohne Aufpreis authentischer Content, mit dem die entsprechende Zielgruppe systematisch angesprochen wird. Entscheidend für eine erfolgreiche Kollaboration ist allerdings die sorgfältige Auswahl des Partners, der zum Produkt und zur Marke passt.


David Neuendorf, CEO LikeYaa

Über den Autor: David Neuendorf beschäftigt sich bereits seit seinem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mit der Digitalisierung sowie insbesondere der rasanten Entwicklung in Online-Marketing und Vertrieb. Nachdem er ein bekanntes Bochumer Startup mit seinen Kompetenzen in SEO, SEA und Userakquise erfolgreich auf dem Weg zur Marktführerschaft im Bereich der Nachwuchsgewinnung unterstützte, entschied er, ein eigenes Projekt zu starten. Als Geschäftsführer bei Tellja, Deutschlands führendem Full-Service-Anbieter für digitales Empfehlungsmarketing, entwickelt er gemeinsam mit Christian Panne und einem stetig wachsenden Team von mehr als 20 Personen LikeYaa, die weltweit erste Influencer Branding Plattform und verknüpft dabei sein Know How aus Online-Marketing & Sales mit seinen Erfahrungen des Employer Brandings.

Über LikeYaa: Als Teil des Full-Service-Anbieters für digitales Empfehlungsmarketing Tellja innoviert LikeYaa die bisherige Handhabe der Influencer Relations und optimiert das Kooperationsmanagement für Marken und Influencer. Auf der Plattform können sich Unternehmen als attraktive Kooperationspartner über ihre Markenwelt, Visionen und Werte darstellen, um genau die passenden Influencer für ihre Kampagnen zu finden. Über diesen Shopping-Ansatz entsteht eine ganz neue Authentizität für den Endkunden.

Über Tellja: Tellja ist der führende Full-Service-Anbieter für digitales Empfehlungsmarketing: Unternehmen und Marken können mit Tellja einfach und schnell individuelle Freunde-werben-Freunde-Kampagnen erstellen, die es ihnen ermöglichen, zielgenau und qualifiziert neue Kunden zu gewinnen. Mit optimierten Widgets garantiert Tellja nicht nur einen einfachen und transparenten Empfehlungsprozess für Kunden, sondern bietet individuelle Lösungen im Responsive Design, für das kein weiterer Investitions- und Integrationsaufwand entsteht. Über das integrierte Widget können Käufer und Interessenten dann ihren Freunden verschiedene Produkte oder Dienstleistungen empfehlen. Kunden werden somit zu Markenbotschaftern, die maßgeblich zur Steigerung von Umsatz und Wachstum der Marke beitragen. Mit Sitz in Frankfurt am Main wurde Tellja 2009 gegründet und wird von Jens Rode und Dr. Michael Stöhr geleitet. Seit 2017 verantwortet David Neuendorf den Aufbau von LikeYaa, mit Sitz in Dortmund. Gemeinsam arbeitet das Trio an ihrer Vision, wie modernes virales Marketing funktioniert.